Ratgeber · Härter kurz, normal oder lang
Praxis-Leitfaden
Härter kurz, normal oder lang
Die Härterwahl steuert Verarbeitungszeit, Verlauf und Trocknung im freigegebenen System. Falsch gewählt entstehen Läufer, Kocher, Mattstellen oder Unterhärtung, oft ohne dass „das Material schlecht“ wäre.
Regel: Erst TDS lesen, dann Härter wählen. Klima am Bauteil zählt stärker als die Gefühlstemperatur in der Kabine.
Entscheidungshilfe (Startpunkt)
- Kurz: kühlere Bedingungen, kleine Teile, zügiges Weiterarbeiten, nur wenn TDS das Fenster freigibt.
- Normal: Alltag bei typischen Kabinentemperaturen und mittleren Flächen.
- Lang: große Flächen, höhere Temperaturen, mehr Offenzeit und Verlauf.
Häufige Denkfehler
- Härter nur nach Feierabend-Plan wählen statt nach TDS.
- Härter einer anderen Serie/Marke „weil noch da“.
- Verdünnung und Härter aus unterschiedlichen Systemen.
- Topfzeit ignorieren und Material weiterverarbeiten.
- Zu große Menge anmischen → Topfzeit reißt mitten in der Fläche.
Vor dem Anmischen
- Bauteil- und Kabinentemperatur grob kennen.
- Im TDS freigegebene Härter und das Verhältnis lesen.
- Menge schätzen, lieber zweimal anmischen.
- Ansatz dokumentieren (Produkt, Härter, Charge, Verhältnis, Zeit).
- Nach Topfzeitende Rest fachgerecht entsorgen, nicht strecken.
- Härter-Gebinde eindeutig gekennzeichnet?
- Mischbecher kalibriert / Waage ok?
- Passende Verdünnung bereit?
Härter im Shop: Kategorie Härter. Freigabe steht im Herstellerdokument. Beratung: 0231 58 69 26 00.